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Soziale Netzwerke
im Sinne der Informatik sind
Netzgemeinschaften bzw. Webdienste, die Netzgemeinschaften
beherbergen. Handelt es sich um Netzwerke, bei denen die Benutzer
gemeinsam eigene Inhalte erstellen (User Generated Content),
bezeichnet man diese auch als soziale Medien.
Dienste
Soziale Netzwerke stehen umgangssprachlich für eine Form von
Netzgemeinschaften, welche technisch durch Webanwendungen oder
Portale beherbergt werden. Im Englischen existiert der präzisere
Begriff des social network service. Die deutschen Begriffe
„Gemeinschaftsportal“ oder „Online-Kontaktnetzwerk“ sind weniger
gebräuchlich. Die bekanntesten Dienste sind insoweit Facebook,
MySpace, SchülerVZ/ StudiVZ/ MeinVZ, Twitter, XING, LinkedIn oder
wer-kennt-wen.
Typische
Funktionen
Die Webportale bieten ihren Nutzern üblicherweise folgende
Funktionen an:
-
Persönliches Profil, mit diversen Sichtbarkeitseinstellungen für
Mitglieder der Netzgemeinschaft oder generell der Öffentlichkeit
des Netzes
-
Kontaktliste oder Adressbuch, samt Funktionen, mit denen die
Verweise auf diese anderen Mitglieder der Netzgemeinschaft (etwa
Freunde, Bekannte, Kollegen usw.) verwaltet werden können (etwa
Datenimport aus E-Mail-Konto oder anderen Portalen)
-
Empfang und Versand von Nachrichten an andere Mitglieder
(einzeln, an alle usw.)
-
Empfang und Versand von Benachrichtigungen über diverse
Ereignisse (Profiländerungen, eingestellte Bilder, Videos,
Kritiken, Anklopfen usw.)
-
Blogs oder Mikroblogging-Funktionen bzw. Veröffentlichen von
einzelnen Statusupdates
Geschäftsmodell
Soziale Netzwerke finanzieren sich durch Mitgliedsbeiträge sowie
verschiedene Formen von Werbung und Sponsoring. Da die
Zahlungsbereitschaft der Nutzer zumeist gering ist, setzen die
meisten Betreiber auf Anzeigenerlöse.
Da die Dienstbetreiber Zugriff auf den sozialen Graphen der
beherbergten Netzgemeinschaft haben, also wissen, welches Mitglied
mit welchen anderen Mitgliedern in Relation steht, verfügen diese
über eine kommerziell interessante Informationsbasis, etwa für
zielgruppengerichtete Werbung.
Kritik
Kritik an den Diensten richtet sich in erster Linie auf:
-
Die Veröffentlichung privater Informationen im Internet, die zu
persönlichen Nachteilen führen kann, sei es durch eigene
Unvorsichtigkeit oder Sicherheitslücken beim Dienst oder Nutzer.
Im Extremfall können die Daten für sogenanntes Cyber-Mobbing
verwendet werden.
-
Die Nutzung des sozialen Graphen und anderer persönlicher Daten
seitens der Dienstbetreiber für kommerzielle Zwecke
Diese
Probleme bestanden bereits vor Einführung der sozialen Netzwerke, so
haben etwa Microsoft und IBM bereits 2003 Newsgroups und
Mailinglisten unter sozialen Gesichtspunkten ausgewertet. Auch
konnte man sich schon immer durch unbedachte Veröffentlichung im
Internet Nachteile einhandeln.
Allerdings
wurden noch nie zuvor so detailliert, kategorisiert persönliche
Informationen von Nutzern abgefragt und veröffentlicht, wie es bei
den umfangreichen Webformularen der heutigen sozialen Netzwerke
üblich ist. Die automatisierte Analyse dieser Daten wurde dadurch
enorm vereinfacht und die oben genannten Probleme verschärft.
Quelle:
Wikipedia
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