Strategische Kommunikation ist ein Unternehmensziel,
aber kein Werbeziel!
Strategie heißt übersetzt:
optimale Verwendung von vorhandenen Ressourcen.
Eine Strategie setzt
also vor allem ein klar und eindeutig definiertes Ziel voraus.
So banal das klingt, so schwierig ist das in der Praxis. Oft werden
Ziele bei Weitem nicht klar und eindeutig definiert. Und dann wird
daraus: Es gibt ein Budget, das darf ausgegeben werden für Werbung,
und irgendwie hofft man, dass das Produkt dadurch bekannter wird und
sich öfter verkauft. Eine Katastrophe!
Strategische Kommunikation ist ein Unternehmensziel, aber kein
Werbeziel. Letzteres sollte eigentlich definieren, welchen Beitrag
die Werbung und deren Mitteleinsatz zum Unternehmensziel und -erfolg
beitragen soll. Im Zeitalter der Digitalisierung schießen fast
täglich neue Medienangebote aus dem Boden. Wer nicht weiß, wen er
mit welchem Ziel erreichen möchte, hat im Kampf um den
Kommunikationserfolg verloren.
Strategische Kommunikation bedeutet:
Definition des Kommunikationsziels und die Ableitung der
Einzelschritte, die für die Erreichung des Ziels notwendig sind.
Das bedeutet, die gezielte Planung der Heranführung an eine Marke
oder ein Angebot. Es beinhaltet die jeweils richtigen Kontaktpunkte
und -botschaften zu entwickeln. Man kann es auch als
Kommunikationsarchitektur beschreiben, mit einem Hauptziel und
vielen Einzelzielen.
Eine Zielvorgabe kann beispielhaft wie folgt lauten:
Das Kommunikationskonzept soll neue potenzielle Nutzer an die Marke
heranführen, überzeugen, das Markenvertraute festigen und möglichst
zu Markenbotschaftern entwickeln.
Quelle: M.Enzenauer, Optimedia